Freiwillige Feuerwehr Schwabstedt
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Alarmierung
Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Schwabstedt - Abläufe und Hintergründe

Wir möchten Ihnen hier erklären, was passiert, wenn die Freiwillige Feuerwehr Schwabstedt gerufen wird und Sie plötzlich einen Menschen sehen, der im Markttreff den vollen Einkaufswagen stehen lässt, die gerade bestellten Brötchen nicht mitgenommen werden, der Kunde eilig des Geschäft verlässt, die Gemeindemitarbeiter einfach den Grashaufen liegen lassen, den sie mühevoll zusammen getragen haben, Haustüren zuknallen und Autos von den Grundstücken fahren, als wenn ein wichtiger Termin verpasst wurde.

Bevor ein Einsatz von uns geleistet werden kann steht die Alarmierung an.

Wie bei den meisten Freiwilligen Feuerwehren, stehen wir hier schon vor dem Problem, dass die Mitglieder nicht zentral bei der Feuerwehr erreichbar sind, sondern ihrem normalen "Tagesgeschäft" nachgehen, sich z.B. auf der Arbeit oder zu Hause befinden.

Nachdem der Notruf bei der Leitstelle-Nord eingegangen ist, bekommen wir von dort den Alarm auf unsere digitalen Meldeempfänger und per Sirene.

Der digitale Meldeempfänger wird im Volksmund auch "Pieper" genannt. Da wir noch nicht jeden Kameraden mit so einem "Pieper" ausrüsten können, wird zusätzlich die Sirene ausgelöst.

Der Vorteil bei unseren Piepern ist, dass wir die Angaben über einen Einsatz direkt ablesen können und somit schon auf der Anfahrt zum Gerätehaus ein Bild von dem Einsatz bekommen können. Dieser Faktor nimmt dem Feuerwehrmitglied schon einiges an Ungewissheit und Frau/Mann kann sich innerlich vorbereiten.


Die Sirene hat den klaren Vorteil, dass diese weit hörbar ist und auch die Bürger darüber informiert werden, dass etwas im Dorf passiert. Jeder kann sich darauf einstellen, dass Auto´s zügiger durch den Ort fahren um anderen helfen zu können.


Ganz klarer Nachteil ist die Lautstärke, denn wenn die Sirene in der Nacht heult, ist jeder Bürger wach.
Ebenso kann es passieren, dass nicht alle den Alarm hören, da heute die Häuser sehr gut isoliert sind und auch der Wind mal "schlecht" stehen kann.
In der Vergangenheit ist es deshalb schon vorgekommen, dass nicht alle Feuerwehrmitglieder zum Einsatz kamen, da der Wind dafür sorgte, dass die Sirene nur im halben Dorf zu hören war.

Aus diesem Grund hat die Gemeinde Schwabstedt vor einigen Jahren damit begonnen, immer mehr "Pieper" zu beschaffen und somit die Erreichbarkeit der Feuerwehrmitglieder zu erhöhen. Heute haben mehr als die Hälfte, der Feuerwehrmitglieder in Schwabstedt, einen digitalen Meldeempfänger.
Da diese Geräte sehr teuer sind, evtl. auch mal kaputt gehen und ersetzt werden müssen, wird es noch ein wenig dauern, bis jede Feuerwehrfrau oder jeder Feuerwehrmann einen solchen bei sich hat.

Wir haben ebenso noch eine "Handyalarmierung" eingerichtet, welche aber nur zur zusätzlichen Alarmierung dient. Da die Handy-Alarmierung Handy-Netzabhängig ist, ist sie somit nicht 100% zuverlässig und damit leider auch nicht als Haupt-Alamierungsmittel zugelassen.

Nachdem nun die Alarmierung stattgefunden hat, begeben sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schwabstedt umgehend zum Feuerwehr-Gerätehaus und rüsten sich mit ihrer Schutzbekleidung aus.
Die/Der Erste, welcher am Gerätehaus eintrifft, öffnet die Tore, fährt die Fahrzeuge raus und nimmt mit der Leitstelle Kontakt auf. über Funk und per Telefax bekommen wir dann zusätzliche Angaben und rücken aus, sobald das 1. Fahrzeug "voll besetzt" ist.
In der Regel dauert es, je nach Tageszeit, 3-5 Minuten, bis die ersten Einsatzkräfte ausrücken.

Vom absetzen des Notrufes, bis zum Eintreffen am Einsatzort, können wir, durch dieses Zusammenspiel, den Bürgern garantieren, dass sie innerhalb von 10 Minuten Hilfe bekommen, wenn sie diese benötigen.

Wir bitten Sie daher um Verständnis, wenn die wunderbare Stille in Schwabstedt einmal "kurz" von der Sirene oder dem Martinhorn unterbrochen wird. Es befinden sich in dem Moment Menschen auf dem Weg, die anderen helfen wollen, irgendwann eventuell sogar Ihnen.



Hier nun ein solcher Ablauf aus der Sicht eines Feuerwehrmannes, um Ihnen zu zeigen, dass es sich dabei um einen Menschen handelt, der ehrenamtlich in der Feuerwehr tätig ist und dieses Amt nicht beruflich ausübt.

Ich war gerade dabei im Vorgarten die Blätter zu entfernen. Wie immer habe ich den Piepser am Gürtel. Dieses kleine Gerät ist mein ständiger Begleiter und Tag und Nacht an meiner Seite, selbst wenn ich im Bett liege, ist er nicht weit weg, nervt schon manchmal.

Als ich gerade die Schubkarre leeren will, höre ich aus der Ferne diesen typischen, erschreckenden Ton, ja die Sirene holt gerade Luft und fängt an zu heulen. Ich zucke wie immer zusammen, denn ich bin nie vorbereitet auf diesen Moment, so wie alle meine Kameraden. Wir, von der Freiwilligen Feuerwehr, sind genauso normale Menschen, wie meine Nachbarn. Diese gucken mich erschrocken an aber Sie fragen zum Glück nicht, was los ist, habe eh keine Zeit um Fragen zu beantworten. Ich lasse die Schubkarre fallen, eile in Richtung Haustür um noch schnell alles aus zu machen, schauen ob der Herd aus ist, die Kerzen erloschen sind usw. In diesem Moment geht auch der Piepser los, ich schaue kurz drauf und lese Feuer BMA, so ein Mist denke ich, sind Menschen in Gefahr? Nun versuche ich so schnell wie möglich ins Auto zu springen um ins Gerätehaus zu kommen. Als ich vor 3 Minuten noch die Schubkarre in den Händen hatte, war es ein normaler Tag, jetzt treffe ich im Feuerwehrhaus ein. Ein paar Kameraden sind kurz vor mir angekommen, haben schon die Tore auf und fragen über Funk nach, was anliegt.

Der Disponent bestätigt, eine Brandmeldeanlage hat ausgelöst. Diese Information wird hastig an alle weiter gegeben, während wir uns anziehen. Der Einsatzleiter teilt schon die Leute ein, ich soll mit ins StLF. Ich springe ins Fahrzeug, sitz an der Tür. Gegenüber ein Kamerad, der sich die schwere Atemschutzausrüstung anlegt. Ich helfe ihm dabei. Es ist eng im Fahrzeug, vorne wird gefunkt, das Martinhorn ist an. Der Einsatzleiter verteilt die 1. Aufgaben, ich soll mit Ihm mitgehen um die Lage zu erkunden. Vor 4 Minuten hatte ich noch eine Schubkarre in der Hand, jetzt bin ich Melder und werde gleich an der Einsatzstelle gebraucht um evtl. bei Verletzten Menschen zu bleiben.

Wir treffen endlich ein, Qualm ist nicht zu sehen. Die Bewohner sind alle ganz aufgeregt und ängstlich, ich hoffe es sind alle da und vor allem auch draußen. Darüber darf ich mir aber jetzt nicht den Kopf zerbrechen, ich habe einen Auftrag bekommen und folge dem Einsatzleiter. Wir öffnen die Eingangstür, hinter der die Schaltstelle der Brandmeldeanlage ist. Wir schauen auf die Anlage und gehen zum angezeigten Brandmelder. Immer noch kein Rauch. Gott sein dank denke ich. Als wir bei dem Brandmelder ankommen können wir endlich Entwarnung geben. Der Brandmelder hatte zwar ausgelöst aber es hat nichts gebrannt. Vermutlich ein Fehler in der Anlage.

Als wir das Gebäude verlassen, habe ich endlich die Ruhe mich umzusehen, auf dem Sammelplatz stehen alle Bewohner, sie haben das Gebäude sofort verlassen, als der Alarm losging, so wie sie es gelernt haben. Ja, sie gucken noch etwas ängstlich aber ein paar Kameraden sind dabei sie zu beruhigen, was auch gut gelingt. Auf der Straße stehen 4 Feuerwehrwagen, die Polizei und der Rettungsdienst. Insgesamt sind ca. 35 Feuerwehrleute da, alles Menschen wie ich, alles Menschen, auf die ich mich verlassen kann, alle vermutlich auch gerade im Garten gewesen oder das Mittagessen gemacht.

Als wir wieder zurück sind, unsere Auto´s wieder klar gemacht haben und die Nachbesprechung vorbei ist, fahre ich wieder nach Hause, der Garten wartet ja noch. Auf dem Heimweg denke ich noch einmal über den Einsatz nach und freue mich, dass nichts passiert ist. Ich hoffe der nächste Einsatz wird ähnlich glimpflich ablaufen und die Frauen und Männer kommen alle heile nach Hause und wir müssen keine Verletzten versorgen.

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